Die Küche des Sportlers
Nährwert und Geschmack erhalten
Es gibt einige Grundregeln, die zu beachten sind, denn nicht das, was in der Einkaufstasche, sondern erst das, was auf dem Teller ist, kann tatsächlich der Ernährung dienen. Leider gehen durch eine unzweckmäßige Vor- und Zubereitung im Haushalt oft noch viele Nährstoffe der mit Sorgfalt ausgewählten Lebensmittel verloren. Nährstoffverluste können durch Einwirkung von Luft, Licht, Wärme und Wasser entstehen. Der Faktor Zeit, mit dem einer oder mehrere dieser Faktoren auf ein Lebensmittel einwirkt, vergrößert diesen Verlust noch.
So mindert bereits das Stehenlassen an der Luft bei zerkleinerten Lebensmitteln wie einer Gemüse- oder Obstrohkost den Gehalt an Vitamin A und C.
Durch Wasser (Wasch- und Kochwasser) wird ein Teil wichtiger Nährstoffe aus den Lebensmitteln herausgelöst (Vitamine B1 B2 und C sowie die Mineralstoffe Kalium und Eisen). Man spricht dabei von Auslaugen".
Manche Nahrungsmittel müssen gegart werden, damit sie bekömmlicher werden und ihre Inhaltsstoffe besser ausgenutzt werden. Auch entstehen dabei wichtige Aromastoffe. Die Wärme zerstört aber einen Teil der Vitamine B, und C. Damit in der Küche solche Nährstoffverluste nicht zu groß werden, sollte man folgende Empfehlungen berücksichtigen:
Grundregeln zur Vermeidung von Nährstoffverlusten
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Lebensmittel erst unmittelbar vor dem Verzehr zubereiten.
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Nur das Nötigste beim Putzen und Schälen entfernen.
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Kurz, aber gründlich waschen, und zwar, sofern dies den Eigenschaften der Lebensmittel entspricht, vor dem Zerkleinern, z. B. bei Kartoffeln und Kohlrabi.
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Nicht stärker zerkleinern als notwendig und bis zum Verzehr bzw. zur Weiterverarbeitung abdecken.
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Nährstoffschonend garen (dämpfen, dünsten, in Folie garen). Beim Kochen und Schmoren die Kochflüssigkeiten und den Bratensaft mitverwenden.
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Temperatur und Garzeit dem Lebensmittel anpassen.
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Langes Warmhalten von Speisen vermeiden.
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Nicht verzehrte Lebensmittel sofort so kühl wie möglich aufbewahren (Kühlschrank).
Dazu bedarf es praktikabler Rezepte, die dem einzelnen als Anregungen dienen können, wie er Essen und Trinken sportgerecht" ausrichten kann. Hier wird schnell ersichtlich, daß das Wissen um wenige Spezialpräparate oder nur einzelne Lebensmittel (Steaks, Traubenzucker, Salztabletten etc.) nicht ausreichend sein kann, um sich sportartenspezifisch, abwechslungsreich, vollwertig und persönlich zufriedenstellend zu ernähren.
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Technik
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Lebensmittel
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Geräte
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Auswirkung
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Dünsten Garen im eigenen Saft
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zartes Fleisch, Fisch, Gemüse, Obst
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gut schließende flache Töpfe, Alu- und andere Folien
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schonendes Garverfahren, bekömmliche Speisen, gute Erhaltung des Eigengeschmacks, nur Verluste an hitzeempfindlichen Nährstoffen
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Dämpfen
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Gemüse, Kartoffeln, Fisch
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Dampfdrucktöpfe, gut schließende
Töpfe mit Siebeinsatz
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schonendes Garverfahren, bekömmliche Speisen, nur Verluste an hitzeempfindlichen Nährstoffen
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Backen
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Kuchen, Aufläufe, überbackene Gerichte, gebackene Folienkartoffeln
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Backofen
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Verluste an hitzeempfindlichen Nährstoffen
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Grillen
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kleine Fleisch- und Fischstücke, Gemüse und Obst
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verschiedene Grillgeräte
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Garen ohne Fettzugabe möglich, Ausbildung eines typischen Aromas, Verluste an hitzeempfindlichen Nährstoffen
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Schmoren
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große Fleischstücke, Wildgerichte, Gulasch, gefüllte Paprikaschoten
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Edelstahltöpfe und Bratgeschirr
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Verluste an hitzeempfindlichen Nährstoffen. Keine Auslaugverluste, da Bratflüssigkeit mitverwendet wird.
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Kochen
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Teigwaren, Reis, Kartoffeln, Obst,
Gemüse, Suppenfleisch
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gut schließende Töpfe
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Verluste an hitzeempfindlichen Nährstoffen. Gefahr des Auslaugens, wenn Kochwasser weggeschüttet wird. Besser geeignet für Suppen und Brühen.
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Braten
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Fleisch, Fisch und Kartoffeln
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verschiedene Pfannen, Fritiergeräte, und Töpfe
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Verluste an hitzeempfindlichen Nährstoffen, durch fettzugabe erhöhter Energiegehalt und auch Beeinträchtigung der Bekömmlichkeit möglich
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Gut würzen
Obwohl der Salzbedarf des Sportlers beim schweißtreibenden Einsatz gegenüber dem des Nichtsportlers erhöht ist, empfiehlt es sich dennoch, in der Küche des Sportlers nicht nur Kochsalz (NaCl) zum Würzen zu verwenden.
Übrigens bedingen die heutigen Verzehrsgewohnheiten ohnehin eine Kochsalzaufnahme, die das empfehlenswerte Maß (57 g täglich) um ein Mehrfaches übersteigt (1015 g). Diese tatsächlich verzehrte Menge deckt bereits den erhöhten Bedarf in vielen Sportarten.
Wer nur Salz und Pfeffer als Gewürze kennt, verzichtet auf abwechslungsreiches und gesundheitsförderndes Genießen beim Essen. Vielfach ist jedoch Unsicherheit bei der Frage: Welches Gewürz paßt zu welcher Speise?" die Ursache für den spärlichen Einsatz von Gewürzen in der deutschen Küche.
Gewürze haben über den Geschmackswert hinaus noch interessante Extraeffekte. Frische Gewürze wie Petersilie, Zwiebeln und Schnittlauch enthalten Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente und können so viele Fertiggerichte abrunden und aufwerten. Eine Reihe von Gewürzen sind gleichfalls altbewährte und anerkannte Arzneikräuter. Sie wirken z.B. magen- und nervenstärkend sowie unterstützend auf die Tätigkeit der Verdauungsorgane. Beruhigend für Magen und Darm wirken Anis, Fenchel, Kümmel und Majoran. Appetitanregend (wichtig in der Nachwettkampfernährung) sind Curry, Essig, Ingwer, Senf, Paprika, Pfeffer und Zitrone.
Danke das Sie die Homepage http://www.laufpirat.de besucht haben.
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