Sport und Bluthochdruck Bluthochdruck ist eine weit verbreitete Krankheit, deren Ursachen man in 95% der Fälle nicht kennt. Wer an erhöhtem Blutdruck (Hypertonie) leidet, muss möglicherweise seine Lebens- und Ernährungsgewohnheiten entsprechend anpassen, sei es im Sinne eines Abbaus von Übergewicht, der Vermeidung von Alkohol oder ähnlichem. Sport und Bewegung haben in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung für Hypertoniker. Dabei ist es keineswegs so, dass körperliche Aktivität vermieden werden muss. Im Gegenteil, moderater Ausdauersport kann ein wirksames Mittel sein, den hohen Druck in den Gefäßen zu senken. Das Herz- Kreislaufsystem hat unter anderem die Aufgabe, den gesamten Organismus, d.h. sowohl die inneren Organe, als auch Haut und Muskeln mit Sauerstoff zu versorgen. Ist der Sauerstoffbedarf zum Beispiel bei körperlicher Aktivität erhöht, wird auch eine stärkere Durchblutung erforderlich. Um das Blut im Körper zu verteilen, ist ein bestimmter Druck erforderlich, der vom Herzen und den Blutgefäßen, die vom Herzen weggehen (Arterien), aufgebaut wird. Der Druck, der in den Arterien messbar ist, nennt man arteriellen Blutdruck und wird in der Einheit mmHg angegeben. Je nach Arbeitsphase des Herzens gibt es unterschiedliche Drücke in den Gefäßen. Unmittelbar nachdem das Herz Blut ausgeworfen hat, ist der Druck am höchsten (systolischer oder oberer Wert). Danach füllt sich das Herz wieder. Kurz bevor es wieder schlägt, also am Ende der Füllungsphase, ist der Druck am niedrigsten (diastolischer oder unterer Wert). In der Arterie am Oberarm werden bei gesunden jungen Menschen in Ruhe jeweils ca. 120 mmHg systolisch und 80 mmHg diastolisch gemessen. Man unterscheidet den Bluthochdruck in 3 Stadien: Stadium 1: 140 - 159 mmHg systolisch oder 90 - 99 mmHg diastolisch Stadium 2: 160 - 179 mmHg systolisch oder 100 - 109 mmHg diastolisch Stadium 3: 180 mmHg systolisch und höher oder 110 mmHg diastolisch und höher Ab regelmäßig gemessenen Blutdruckwerten von 135/85 mmHg in Ruhe spricht man von Bluthochdruck. Dieser Wert ist allerdings nur als Richtlinie zu verstehen. Während man noch bis vor kurzer Zeit davon ausging, dass mit zunehmendem Alter der Blutdruck steigt, sind die Idealwerte heute niedriger. Nach einer Studie von Hansson et al. 1998 ist der Grenzwert von 135/85 für alle Altersklassen gültig. Ein deutlich erhöhter Blutdruck muss in der Regel medikamentös behandelt werden, denn er stellt einen der Hauptrisikofaktoren für Schäden am Herzen und an den Gefäßen dar. Heute stehen mit ACE-Hemmern, Kalziumantagonisten, Betablockern, Diuretika, Angiotensin II- Antagonisten mehrere blutdrucksenkende Medikamente zur Verfügung, deren Wahl nach individuellen Gesichtspunkten erfolgt. In Deutschland werden vorwiegend Betablocker verschrieben, die zwar billiger sind als z.b. die ACE-Hemmer, aber dafür mehr Nebenwirkungen aufweisen und die körperliche Leistungsfähigkeit einschränken. Für einen sportlich aktiven Menschen sind sie daher ungünstig. Wer nur einen leichten Bluthochdruck hat oder gezielt vorbeugen will, kann durch seine Lebensweise sehr viel dazu beitragen, auf Medikamente verzichten zu können. Übergewicht, kochsalzhaltiges Essen, Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum sind Laster, die man sehr gut selbst in den Griff bekommen kann und in der Summe lassen sich dadurch messbare Erfolg erzielen. Ausdauersport - ein Medikament ohne Nebenwirkungen Eine besondere Bedeutung zur Vorbeugung und begleitenden Therapie von Hypertonie hat körperliche Aktivität im Rahmen von Sportarten, die vorwiegend das Herz-Kreislaufsystem beanspruchen. Wenn auch bei akuter Belastung der Blutdruck erst einmal ansteigt, lässt er sich durch regelmäßiges Ausdauertraining längerfristig um 5-8 mmHg senken. Dies wird bewirkt durch eine Verbesserung der Herzleistung sowie eine Weitung der Gefäße. Vor allem für Patienten mit einer sogenannten milden Hypertonie eignet sich Sport besonders. Damit ist Ausdauertraining als Therapie genau so wirksam wie eine medikamentöse Monotherapie, also die Gabe von nur einem Medikament. Darüber hinaus ist die Ansprechrate auf nur ein Blutdruckmedikament nur 50%, weswegen fast immer eine Zweier- oder Dreierkombination angezeigt ist. Betont sei an dieser Stelle , dass Blutdruckpatienten häufig nicht effizient behandelt werden. Jeder zweite Hypertoniker weiß nicht, dass er oder sie einen Bluthochdruck hat, ist unerkannt und damit auch unbehandelt. Von den anderen 50% wird nur die Hälfte behandelt und davon wiederum nur jeder zweite ausreichend. An dieser Stelle besteht Handlungsbedarf. Auch bei ausgeprägter Hypertonie ist Sport möglich, allerdings sollte der Blutdruck vorher von einem Arzt medikamentös eingestellt werden. Bei Blutdruckwerten, die über 250 mmHg syst. liegen, muss die Belastung abgebrochen werden. Vielerorts gibt es spezielle Hypertoniker- Sportgruppen, die von qualifizierten Sportlehrern und Sporttherapeuten geleitet werden. Dort werden Blutdruckwerte mehrmals während des Trainings kontrolliert. Während der systolische Blutdruck beim Sport ansteigt, sollte sich der untere Wert, der diastolische Druck, bei Belastung nicht erhöhen. Bei gut eingestelltem Blutdruck ist sogar Kraftsport erlaubt. Sport ist nicht gleich Sport Für Menschen mit Bluthochdruck hängt die Wahl einer geeigneten Sportart von der Art und Aufeinanderfolge der Krafteinsätze ab. Das heißt, das Training sollte möglichst dynamisch und mit gleichmäßiger, nicht zu hohen Intensität über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden. Eine Einteilung der Sportarten in Kategorien wie erlaubt und nicht erlaubt erscheint dabei wenig differenziert. Sicher sind Radfahren und Schwimmen aufgrund ihrer gleichmäßigen Dynamik, ihrer guten Dosierbarkeit und der verstärkten Beanspruchung des Herz-Kreislaufsystems besonders geeignet, jedoch sind sie auch wenig abwechslungsreich. Ballsportarten wie Fußball und Volleyball und Rückschlagspiele wie Badminton oder Tennis können so verändert werden, dass sie viele Laufwege enthalten und den Körper gleichmäßig belasten. Von Sportarten mit hohen oder explosiven Krafteinsätzen (Bodybuilding, Gewichtheben, Sprint- und Sprungdisziplinen, etc.) sollte abgesehen werden, denn durch Pressatmung werden hohe Blutdruckspitzen erreicht. Auch sollte der Sport nicht unter Wettkampfbedingungen durchgeführt werden. Puls und Blutdruck vor und während des Trainings kontrollieren Wer unter hohem Blutdruck leidet, sollte auf jeden Fall mit seinem Hausarzt sprechen und gemeinsam mit ihm ein geeignetes Bewegungsprogramm erarbeiten. Um gute Trainingseffekte zu erzielen, ist es sinnvoll, zwei bis drei mal pro Woche etwa 30 bis 60 Minuten zu trainieren. Es wird empfohlen, sowohl Blutdruck und Puls in Ruhe und unter Belastung zu kontrollieren. Der Trainingspuls sollte nicht zu hoch gewählt werden. Wer sich an die Faustformel Trainingspuls = 180 - Lebensalter hält, ist meistens auf der sicheren Seite. Dennoch bleibt hervorzuheben, dass solche Faustformeln nur Richtwerte darstellen und damit nicht immer individuell zutreffend sind. Wer Betablocker einnimmt, muss beachten, dass die Trainingsherzfrequenz etwas niedriger liegt. Dies kann 10 bis 15 Schläge ausmachen. Die Herzfrequenz kann mit handelsüblichen Pulsmessern online überwacht werden. Ein Blick auf die Uhr verrät dann sofort, ob man noch etwas zulegen kann oder lieber die Belastung ein bisschen zurückfährt. Die Messung des Blutdrucks ist etwas aufwändiger. Das sogenannte auskultatorische Messen nach Riva-Rocci mit Manschette und Stethoskop liefert zwar relativ zuverlässige Werte, ist aber während des Trainings etwas umständlich. Besonders praktisch sind Messgeräte, die den Blutdruck am Handgelenk messen. Ein Nachteil ist, dass bei einigen Menschen generell am Handgelenk andere Werte gemessen werden, als am Oberarm. Dies sollte vorher beim Arzt geprüft werden. Stimmen die Werte überein, ist die Messung am Handgelenk sehr einfach und immer und überall durchführbar. So kann gewährleistet werden, dass man mit Blick auf den Blutdruck immer im grünen Bereich trainiert. Unabhängig von der Messmethode ist es wichtig ist, dass der Messpunkt immer auf der gleichen Höhe wie das Herz liegt. Beim Messen von Ruhewerten sollte man sich vorher zwei bis drei Minuten ruhig hinsetzen und erst dann mit der Messung beginnen. Wer seinen Blutdruck regelmäßig unter Ruhe- und Belastungsbedingungen misst und in einem Blutdruckpass protokolliert, kann Änderungen sofort feststellen und seinem Arzt mitteilen. Wie stark senkt Sport den Blutdruck? Nach vier Wochen anaerober Belastung durch Gehen, Laufen oder Rad fahren sinkt der systolische Blutdruck etwa 5 mmHg und der diastolische 3 mmHg. Das ergaben 29 randomisierte Studien mit 1.533 Bluthochdruckpatienten im Alter zwischen 18 und 79 Jahren. Es gibt aber bislang keine Studie, die belegt, dass durch Sport die Komplikationsrate gesenkt wird. Bluthochdruck vorbeugen Allgemeines: Ein erhöhter Blutdruck (arterielle Hypertonie) bringt ein deutliches Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit sich. Wer erhöhtem Blutdruck (über 140/90 mm Hg) vorbeugt, vermindert damit gleichzeitig das Risiko von Folgeerkrankungen wie Arteriosklerose, Herzinsuffizienz, Herzinfarkt oder Nierenversagen. Der Auslöser von Bluthochruck ist nicht eindeutig zu klären. Es ist jedoch eine Reihe von Faktoren bekannt, die den Ausbruch der Krankheit begünstigen, zum Beispiel zu viel Kochsalz in der Nahrung und Übergewicht. Positiv wirkt sich hingegen Bewegung aus. Regelmäßiges Ausdauertraining sorgt dafür, dass die Blutschlagadern (Arterien) elastisch bleiben und genug Blut hindurchfließen kann, ohne dass dabei Schäden an den Gefäßwänden entstehen. Natürlich steigt der Blutdruck beim Sport an - allerdings nur während der Trainingsdauer. Auf lange Sicht führt regelmäßiger moderater Ausdauersport allerdings zu einer generellen Blutdrucksenkung - bei Belastung und im Ruhezustand. Das schont das Herz, weil es gegen weniger Widerstand anpumpen muss. Je besser man trainiert ist, desto schneller erreicht man wieder den Ruhepuls. Dadurch tritt eher eine Erholung ein - für Herz und Seele. Bei Ausdauersportarten wie Walking, Nordic Walking und Radfahren ist die Belastung gut kontrollierbar und sie kurbeln den Kreislauf gleichmäßig an. Kampf-, Kraft- und alle anderen Sportarten, die den Blutdruck durch Belastungsspitzen plötzlich hochschnellen lassen, sind weniger empfehlenswert. Um Bluthochdruck vorzubeugen, ist Sport gut. Aber auch hier gibt es Grenzen. Lieber mehrmals die Woche kürzere Trainingseinheiten - 30 bis 40 Minuten leichtes Training am Stück reichen völlig aus. Absolvieren Sie pro Woche mindestens drei dieser Kurzeinheiten. Überfordern Sie dabei sich und Ihren Körper nicht. Die richtige Belastungs-Dosis finde jeder mit dem Belastungspulsrechner heraus. Merken Sie sich Ihren persönlichen Richtwert. Es ist ratsam, während des Trainings mehrmals den Puls zu kontrollieren, um Überanstrengungen zu vermeiden. Je schneller man nach dem Sport wieder den Ruhepuls (um die 60 Schläge in der Minute) erreicht hat, desto besser ist der Trainings- und Gesundheitszustand. Anzeichen Ob Sie erhöhten Blutdruck haben, zeigen regelmäßige Messungen. Wenn der Blutdruck dauerhaft über dem Grenzwert von 140/90 mm Hg liegt, dann ist für die Mediziner die Schwelle zum Bluthochdruck erreicht. Optimal für die Gesundheit sind ein systolischer Wert von 120 und ein diastolischer Wert von 80. Normal ist der Wert von 130/80 mm Hg. Bluthochdruck ist eine stille Gefahr: Über Jahre hinweg löst er bei vielen Betroffenen keine wahrnehmbaren Beschwerden aus und wird (zu) spät erkannt. Viele bemerken erst im fortgeschrittenen Stadium Beeinträchtigungen durch:     Kopfschmerzen     Schwindel     Nasenbluten     Ohrensausen Erhöhtes Risiko Mit zunehmendem Alter steigt der Blutdruck normalerweise an. Zusätzliche Risikofaktoren sind:     Störung des Fettstoffwechsels     Übergewicht     Rauchen     zu salzreiches Essen     Bewegungsmangel Bluthochdruck ist eine Volkskrankheit. Im Altersbereich von 25 bis 74 Jahren haben weniger als 40 Prozent der Männer und 60 Prozent der Frauen Blutdruckwerten im normalen Bereich (< 130/85 mm Hg). Ab dem 50. Lebensjahr hat fast jeder Zweite in der Bevölkerung zu hohe Blutdruckwerte. Bluthochdruck ist ein wichtiger Risikofaktor für Gefäßerkrankungen, Nierenschwäche und Herzschwäche. Bluthochdruck kann jeden treffen, es gibt allerdings einige Risikofaktoren, welche die Entstehung begünstigen:     Familiäre Neigung zu erhöhtem Blutdruck     Übergewicht     Bewegungsmangel     Stress     hoher Salzkonsum Überdurchschnittlich oft tritt die primäre Hypertonie in Zusammenhang mit anderen Erkrankungen wie Übergewicht, Typ 2-Diabetes, hohen Blutfettwerten und Gicht auf. Ärzte sprechen dann vom Metabolischen Syndrom. Die sekundäre Hypertonie ist die Folge einer anderen Erkrankung. Dazu zählen am häufigsten Erkrankungen der Nieren (Verengungen an den Nierenarterien oder chronische Nierenleiden) oder Veränderungen im Hormonhaushalt. Was sind die Symptome von Bluthochdruck? Bluthochdruck verursacht normalerweise kaum Beschwerden. Schwindelgefühle, Kopfschmerz oder Nervosität können jedoch erste Anzeichen sein. Plötzlich auftretende sehr starke Blutdruckerhöhungen können zu einer so genannten hypertensiven Krise führen. Folgende Symptome können dabei auftreten:     Kopfschmerzen     Übelkeit     Erbrechen     Taubheitsgefühl oder Ausfall der Durchblutung in Händen und Füßen     Nasenbluten     Schwerer Atemnot     Herzenge (Angina pectoris) Eine hypertensive Krise ist ein Notfall. Zögern Sie daher nicht, einen Arzt zu verständigen.   Wie wird Bluthochdruck diagnostiziert? Die wichtigste Untersuchung ist die Blutdruckmessung. Die einmalige Messung sagt aber noch nichts über einen behandlungsbedürftigen Bluthochdruck aus. Momentane Nervosität aufgrund der Untersuchung kann beispielsweise den Blutdruck vorübergehend erhöhen (Weißkittelsyndrom). Um zuverlässige Ergebnisse zu erreichen, werden daher wiederholte Messungen oder Langzeitmessungen (über 24 Stunden) empfohlen. Weitere Diagnostik wie Blut- und Urinproben oder Ultraschall der Nieren dient der Abgrenzung des primären zum sekundären Bluthochdruck. Zusätzlich werden Untersuchungen durchgeführt, um Folgeerkrankungen der Hypertonie wie die Arteriosklerose zu erkennen. Dazu zählen Untersuchung von Augenhintergrund, Herzen und Nieren. Leider wird der Bluthochdruck häufig erst erkannt, wenn er bereits die Blutgefäße geschädigt hat (Arteriosklerose). Betroffen sind vor allem die Gefäße von Herz, Gehirn, Nieren und Augen. Auf Dauer erleidet auch der Herzmuskel Schäden, die Folge ist eine Herzschwäche. Wie wird Bluthochdruck behandelt? Zunächst wird versucht mit Allgemeinmaßnahmen wie regelmäßiger körperlicher Belastung, Gewichtsreduktion und Einschränkung des Salzkonsums unter vier bis sechs Gramm pro Tag den Blutdruck zu senken. Bei sekundärer Hypertonie wird die Grunderkrankung behandelt. Eine Einengung der Nierenarterien (Nierenarterienstenose) lässt sich beispielsweise operieren. Harntreibende Medikamente (Diuretika) befreien den Körper von überschüssigen Salzen und zu viel Flüssigkeit. Dadurch wird das Blutvolumen verringert, der Gefäßwiderstand fällt. Diuretika werden in Thiazide, Schleifen-Diuretika und kaliumsparende Diuretika unterteilt, jedes wirkt auf einen anderen Teil der Niere. Manchmal verschreibt der Arzt Kombinationspräparate. Da die Medikamente dem Körper Mineralstoffe entziehen, wird oft Kalium zugesetzt. Alternativ können Kaliumtabletten eingenommen werden. Betablocker hemmen die Wirkung von Stresshormonen. Das Herz wird entlastet und schlägt etwas langsamer. Alphablocker hemmen bestimmte Rezeptoren in den Gefäßwänden. Dadurch entspannen sich die Gefäße, und der Blutdruck fällt. Kalziumblocker senken die Spannung in den Gefäßwänden. Dadurch fällt der Blutdruck, das Herz muss weniger angestrengt arbeiten. Außerdem wirken sie leicht entspannend auf Herzmuskelzellen und senken so den Sauerstoffbedarf des Herzens. Meist beginnt die Behandlung nur mit einer Substanzklasse. Lässt sich der Blutdruck damit nicht erfolgreich senken, werden mehrere Medikamente kombiniert. Was können Sie selbst tun? Sie können selbst viel dazu beitragen, um hohen Blutdruck besser in den Griff zu bekommen. Kontrollieren Sie Ihren Blutdruck regelmäßig, wenn Sie zu einer der oben genannten Risikogruppen gehören. Es gibt eine Reihe automatischer Blutdruckmessgeräte, die Sie auch selbst zu Hause bedienen können. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten.     Schränken Sie den Salzkonsum ein     Achten Sie auf Ihr Gewicht. Sie sollten sich abwechslungsreich und fettarm ernähren     Machen Sie regelmäßig Sport     Schränken Sie den Genuss von Alkohol ein     Vermeiden Sie starke Anspannung. Entspannungstechniken können helfen, mit Stress-Situationen besser umzugehen. Falls medizinische Behandlung erforderlich ist, muss diese meist lebenslang eingehalten werden. Setzen sie die Behandlung deshalb auf keinen Fall ohne ärztliche Rücksprache ab. Eine Normalisierung des Blutdrucks ist Folge der Behandlung und kein Zeichen, dass diese überflüssig ist! Trügerischerweise fühlen sich Patienten mit hohem Blutdruck oft eher wohl, lebendiger als nach einer Absenkung in einen normalen Bereich. Trotzdem ist die Senkung des Bluthochdrucks notwendig, um Folgeerkrankung vorzubeugen. Welche Komplikationen können auftreten und wie ist die Prognose? Am häufigsten führt chronischer Bluthochdruck zu einer Arterienverkalkung. Diese ist mit steigendem Alter ein natürlicher Prozess, der durch Bluthochdruck jedoch beschleunigt wird. Mögliche Folgen der Arterienverkalkung sind:     Schlaganfall     Herzinfarkt     Herzinsuffizienz     Niereninsuffizienz     Erblindung Wird erhöhter Blutdruck nicht behandelt, steigt das Risiko für Folgeschäden. Durch eine Normalisierung des Blutdrucks können diese jedoch vermieden werden. Deutlich kleineres Risiko für schwangerschaftsbedingten Bluthochdruck Gesund für schwangere Frauen - und somit auch für ihre werdenden Kinder - ist Bewegung in jeder Form: mäßiger bis intensiver Sport in der Freizeit, aber auch Treppensteigen und zu Fuß gehen im Alltag. All dies verringert deutlich das Risiko für schwangerschaftsbedingten Bluthochdruck (Präeklampsie). Diese Krankheit ist heute eine der häufigsten Ursachen für den Tod von schwangeren Frauen. Eine Studie hat zweihundert Schwangere, die an hohem Blutdruck leiden, mit fast doppelt so vielen gesunden Schwangeren verglichen. Beide Gruppen sind über ihre sportliche Tätigkeit befragt worden. Die Auswertung der Antworten zeigt, dass Schwangere keineswegs Angst vor Sport haben müssen. Im Gegenteil: Intensiver Sport senkt das Risiko für Bluthochdruck um mehr als die Hälfte, leichte bis mäßige Bewegung immerhin noch um ein Viertel. Besonders gesund ist auch Treppensteigen: Schwangere, die keinen Sport treiben, aber täglich vier oder mehr Stockwerke zu Fuß bewältigen, senken ihr Risiko ebenso stark wie die mäßigen Sportlerinnen.
Danke das Sie die Seite www.laufpirat.de besucht haben
Sport und Bluthochdruck Bluthochdruck ist eine weit verbreitete Krankheit, deren Ursachen man in 95% der Fälle nicht kennt. Wer an erhöhtem Blutdruck (Hypertonie) leidet, muss möglicherweise seine Lebens- und Ernährungsgewohnheiten entsprechend anpassen, sei es im Sinne eines Abbaus von Übergewicht, der Vermeidung von Alkohol oder ähnlichem. Sport und Bewegung haben in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung für Hypertoniker. Dabei ist es keineswegs so, dass körperliche Aktivität vermieden werden muss. Im Gegenteil, moderater Ausdauersport kann ein wirksames Mittel sein, den hohen Druck in den Gefäßen zu senken. Das Herz- Kreislaufsystem hat unter anderem die Aufgabe, den gesamten Organismus, d.h. sowohl die inneren Organe, als auch Haut und Muskeln mit Sauerstoff zu versorgen. Ist der Sauerstoffbedarf zum Beispiel bei körperlicher Aktivität erhöht, wird auch eine stärkere Durchblutung erforderlich. Um das Blut im Körper zu verteilen, ist ein bestimmter Druck erforderlich, der vom Herzen und den Blutgefäßen, die vom Herzen weggehen (Arterien), aufgebaut wird. Der Druck, der in den Arterien messbar ist, nennt man arteriellen Blutdruck und wird in der Einheit mmHg angegeben. Je nach Arbeitsphase des Herzens gibt es unterschiedliche Drücke in den Gefäßen. Unmittelbar nachdem das Herz Blut ausgeworfen hat, ist der Druck am höchsten (systolischer oder oberer Wert). Danach füllt sich das Herz wieder. Kurz bevor es wieder schlägt, also am Ende der Füllungsphase, ist der Druck am niedrigsten (diastolischer oder unterer Wert). In der Arterie am Oberarm werden bei gesunden jungen Menschen in Ruhe jeweils ca. 120 mmHg systolisch und 80 mmHg diastolisch gemessen. Man unterscheidet den Bluthochdruck in 3 Stadien: Stadium 1: 140 - 159 mmHg systolisch oder 90 - 99 mmHg diastolisch Stadium 2: 160 - 179 mmHg systolisch oder 100 - 109 mmHg diastolisch Stadium 3: 180 mmHg systolisch und höher oder 110 mmHg diastolisch und höher Ab regelmäßig gemessenen Blutdruckwerten von 135/85 mmHg in Ruhe spricht man von Bluthochdruck. Dieser Wert ist allerdings nur als Richtlinie zu verstehen. Während man noch bis vor kurzer Zeit davon ausging, dass mit zunehmendem Alter der Blutdruck steigt, sind die Idealwerte heute niedriger. Nach einer Studie von Hansson et al. 1998 ist der Grenzwert von 135/85 für alle Altersklassen gültig. Ein deutlich erhöhter Blutdruck muss in der Regel medikamentös behandelt werden, denn er stellt einen der Hauptrisikofaktoren für Schäden am Herzen und an den Gefäßen dar. Heute stehen mit ACE- Hemmern, Kalziumantagonisten, Betablockern, Diuretika, Angiotensin II- Antagonisten mehrere blutdrucksenkende Medikamente zur Verfügung, deren Wahl nach individuellen Gesichtspunkten erfolgt. In Deutschland werden vorwiegend Betablocker verschrieben, die zwar billiger sind als z.b. die ACE-Hemmer, aber dafür mehr Nebenwirkungen aufweisen und die körperliche Leistungsfähigkeit einschränken. Für einen sportlich aktiven Menschen sind sie daher ungünstig. Wer nur einen leichten Bluthochdruck hat oder gezielt vorbeugen will, kann durch seine Lebensweise sehr viel dazu beitragen, auf Medikamente verzichten zu können. Übergewicht, kochsalzhaltiges Essen, Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum sind Laster, die man sehr gut selbst in den Griff bekommen kann und in der Summe lassen sich dadurch messbare Erfolg erzielen. Ausdauersport - ein Medikament ohne Nebenwirkungen Eine besondere Bedeutung zur Vorbeugung und begleitenden Therapie von Hypertonie hat körperliche Aktivität im Rahmen von Sportarten, die vorwiegend das Herz-Kreislaufsystem beanspruchen. Wenn auch bei akuter Belastung der Blutdruck erst einmal ansteigt, lässt er sich durch regelmäßiges Ausdauertraining längerfristig um 5-8 mmHg senken. Dies wird bewirkt durch eine Verbesserung der Herzleistung sowie eine Weitung der Gefäße. Vor allem für Patienten mit einer sogenannten milden Hypertonie eignet sich Sport besonders. Damit ist Ausdauertraining als Therapie genau so wirksam wie eine medikamentöse Monotherapie, also die Gabe von nur einem Medikament. Darüber hinaus ist die Ansprechrate auf nur ein Blutdruckmedikament nur 50%, weswegen fast immer eine Zweier- oder Dreierkombination angezeigt ist. Betont sei an dieser Stelle , dass Blutdruckpatienten häufig nicht effizient behandelt werden. Jeder zweite Hypertoniker weiß nicht, dass er oder sie einen Bluthochdruck hat, ist unerkannt und damit auch unbehandelt. Von den anderen 50% wird nur die Hälfte behandelt und davon wiederum nur jeder zweite ausreichend. An dieser Stelle besteht Handlungsbedarf. Auch bei ausgeprägter Hypertonie ist Sport möglich, allerdings sollte der Blutdruck vorher von einem Arzt medikamentös eingestellt werden. Bei Blutdruckwerten, die über 250 mmHg syst. liegen, muss die Belastung abgebrochen werden. Vielerorts gibt es spezielle Hypertoniker- Sportgruppen, die von qualifizierten Sportlehrern und Sporttherapeuten geleitet werden. Dort werden Blutdruckwerte mehrmals während des Trainings kontrolliert. Während der systolische Blutdruck beim Sport ansteigt, sollte sich der untere Wert, der diastolische Druck, bei Belastung nicht erhöhen. Bei gut eingestelltem Blutdruck ist sogar Kraftsport erlaubt. Sport ist nicht gleich Sport Für Menschen mit Bluthochdruck hängt die Wahl einer geeigneten Sportart von der Art und Aufeinanderfolge der Krafteinsätze ab. Das heißt, das Training sollte möglichst dynamisch und mit gleichmäßiger, nicht zu hohen Intensität über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden. Eine Einteilung der Sportarten in Kategorien wie erlaubt und nicht erlaubt erscheint dabei wenig differenziert. Sicher sind Radfahren und Schwimmen aufgrund ihrer gleichmäßigen Dynamik, ihrer guten Dosierbarkeit und der verstärkten Beanspruchung des Herz-Kreislaufsystems besonders geeignet, jedoch sind sie auch wenig abwechslungsreich. Ballsportarten wie Fußball und Volleyball und Rückschlagspiele wie Badminton oder Tennis können so verändert werden, dass sie viele Laufwege enthalten und den Körper gleichmäßig belasten. Von Sportarten mit hohen oder explosiven Krafteinsätzen (Bodybuilding, Gewichtheben, Sprint- und Sprungdisziplinen, etc.) sollte abgesehen werden, denn durch Pressatmung werden hohe Blutdruckspitzen erreicht. Auch sollte der Sport nicht unter Wettkampfbedingungen durchgeführt werden. Puls und Blutdruck vor und während des Trainings kontrollieren Wer unter hohem Blutdruck leidet, sollte auf jeden Fall mit seinem Hausarzt sprechen und gemeinsam mit ihm ein geeignetes Bewegungsprogramm erarbeiten. Um gute Trainingseffekte zu erzielen, ist es sinnvoll, zwei bis drei mal pro Woche etwa 30 bis 60 Minuten zu trainieren. Es wird empfohlen, sowohl Blutdruck und Puls in Ruhe und unter Belastung zu kontrollieren. Der Trainingspuls sollte nicht zu hoch gewählt werden. Wer sich an die Faustformel Trainingspuls = 180 - Lebensalter hält, ist meistens auf der sicheren Seite. Dennoch bleibt hervorzuheben, dass solche Faustformeln nur Richtwerte darstellen und damit nicht immer individuell zutreffend sind. Wer Betablocker einnimmt, muss beachten, dass die Trainingsherzfrequenz etwas niedriger liegt. Dies kann 10 bis 15 Schläge ausmachen. Die Herzfrequenz kann mit handelsüblichen Pulsmessern online überwacht werden. Ein Blick auf die Uhr verrät dann sofort, ob man noch etwas zulegen kann oder lieber die Belastung ein bisschen zurückfährt. Die Messung des Blutdrucks ist etwas aufwändiger. Das sogenannte auskultatorische Messen nach Riva-Rocci mit Manschette und Stethoskop liefert zwar relativ zuverlässige Werte, ist aber während des Trainings etwas umständlich. Besonders praktisch sind Messgeräte, die den Blutdruck am Handgelenk messen. Ein Nachteil ist, dass bei einigen Menschen generell am Handgelenk andere Werte gemessen werden, als am Oberarm. Dies sollte vorher beim Arzt geprüft werden. Stimmen die Werte überein, ist die Messung am Handgelenk sehr einfach und immer und überall durchführbar. So kann gewährleistet werden, dass man mit Blick auf den Blutdruck immer im grünen Bereich trainiert. Unabhängig von der Messmethode ist es wichtig ist, dass der Messpunkt immer auf der gleichen Höhe wie das Herz liegt. Beim Messen von Ruhewerten sollte man sich vorher zwei bis drei Minuten ruhig hinsetzen und erst dann mit der Messung beginnen. Wer seinen Blutdruck regelmäßig unter Ruhe- und Belastungsbedingungen misst und in einem Blutdruckpass protokolliert, kann Änderungen sofort feststellen und seinem Arzt mitteilen. Wie stark senkt Sport den Blutdruck? Nach vier Wochen anaerober Belastung durch Gehen, Laufen oder Rad fahren sinkt der systolische Blutdruck etwa 5 mmHg und der diastolische 3 mmHg. Das ergaben 29 randomisierte Studien mit 1.533 Bluthochdruckpatienten im Alter zwischen 18 und 79 Jahren. Es gibt aber bislang keine Studie, die belegt, dass durch Sport die Komplikationsrate gesenkt wird. Bluthochdruck vorbeugen Allgemeines: Ein erhöhter Blutdruck (arterielle Hypertonie) bringt ein deutliches Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit sich. Wer erhöhtem Blutdruck (über 140/90 mm Hg) vorbeugt, vermindert damit gleichzeitig das Risiko von Folgeerkrankungen wie Arteriosklerose, Herzinsuffizienz, Herzinfarkt oder Nierenversagen. Der Auslöser von Bluthochruck ist nicht eindeutig zu klären. Es ist jedoch eine Reihe von Faktoren bekannt, die den Ausbruch der Krankheit begünstigen, zum Beispiel zu viel Kochsalz in der Nahrung und Übergewicht. Positiv wirkt sich hingegen Bewegung aus. Regelmäßiges Ausdauertraining sorgt dafür, dass die Blutschlagadern (Arterien) elastisch bleiben und genug Blut hindurchfließen kann, ohne dass dabei Schäden an den Gefäßwänden entstehen. Natürlich steigt der Blutdruck beim Sport an - allerdings nur während der Trainingsdauer. Auf lange Sicht führt regelmäßiger moderater Ausdauersport allerdings zu einer generellen Blutdrucksenkung - bei Belastung und im Ruhezustand. Das schont das Herz, weil es gegen weniger Widerstand anpumpen muss. Je besser man trainiert ist, desto schneller erreicht man wieder den Ruhepuls. Dadurch tritt eher eine Erholung ein - für Herz und Seele. Bei Ausdauersportarten wie Walking, Nordic Walking und Radfahren ist die Belastung gut kontrollierbar und sie kurbeln den Kreislauf gleichmäßig an. Kampf-, Kraft- und alle anderen Sportarten, die den Blutdruck durch Belastungsspitzen plötzlich hochschnellen lassen, sind weniger empfehlenswert. Um Bluthochdruck vorzubeugen, ist Sport gut. Aber auch hier gibt es Grenzen. Lieber mehrmals die Woche kürzere Trainingseinheiten - 30 bis 40 Minuten leichtes Training am Stück reichen völlig aus. Absolvieren Sie pro Woche mindestens drei dieser Kurzeinheiten. Überfordern Sie dabei sich und Ihren Körper nicht. Die richtige Belastungs-Dosis finde jeder mit dem Belastungspulsrechner heraus. Merken Sie sich Ihren persönlichen Richtwert. Es ist ratsam, während des Trainings mehrmals den Puls zu kontrollieren, um Überanstrengungen zu vermeiden. Je schneller man nach dem Sport wieder den Ruhepuls (um die 60 Schläge in der Minute) erreicht hat, desto besser ist der Trainings- und Gesundheitszustand. Anzeichen Ob Sie erhöhten Blutdruck haben, zeigen regelmäßige Messungen. Wenn der Blutdruck dauerhaft über dem Grenzwert von 140/90 mm Hg liegt, dann ist für die Mediziner die Schwelle zum Bluthochdruck erreicht. Optimal für die Gesundheit sind ein systolischer Wert von 120 und ein diastolischer Wert von 80. Normal ist der Wert von 130/80 mm Hg. Bluthochdruck ist eine stille Gefahr: Über Jahre hinweg löst er bei vielen Betroffenen keine wahrnehmbaren Beschwerden aus und wird (zu) spät erkannt. Viele bemerken erst im fortgeschrittenen Stadium Beeinträchtigungen durch:     Kopfschmerzen     Schwindel     Nasenbluten     Ohrensausen Erhöhtes Risiko Mit zunehmendem Alter steigt der Blutdruck normalerweise an. Zusätzliche Risikofaktoren sind:     Störung des Fettstoffwechsels     Übergewicht     Rauchen     zu salzreiches Essen     Bewegungsmangel Bluthochdruck ist eine Volkskrankheit. Im Altersbereich von 25 bis 74 Jahren haben weniger als 40 Prozent der Männer und 60 Prozent der Frauen Blutdruckwerten im normalen Bereich (< 130/85 mm Hg). Ab dem 50. Lebensjahr hat fast jeder Zweite in der Bevölkerung zu hohe Blutdruckwerte. Bluthochdruck ist ein wichtiger Risikofaktor für Gefäßerkrankungen, Nierenschwäche und Herzschwäche. Bluthochdruck kann jeden treffen, es gibt allerdings einige Risikofaktoren, welche die Entstehung begünstigen:     Familiäre Neigung zu erhöhtem Blutdruck     Übergewicht     Bewegungsmangel     Stress     hoher Salzkonsum Überdurchschnittlich oft tritt die primäre Hypertonie in Zusammenhang mit anderen Erkrankungen wie Übergewicht, Typ 2-Diabetes, hohen Blutfettwerten und Gicht auf. Ärzte sprechen dann vom Metabolischen Syndrom. Die sekundäre Hypertonie ist die Folge einer anderen Erkrankung. Dazu zählen am häufigsten Erkrankungen der Nieren (Verengungen an den Nierenarterien oder chronische Nierenleiden) oder Veränderungen im Hormonhaushalt. Was sind die Symptome von Bluthochdruck? Bluthochdruck verursacht normalerweise kaum Beschwerden. Schwindelgefühle, Kopfschmerz oder Nervosität können jedoch erste Anzeichen sein. Plötzlich auftretende sehr starke Blutdruckerhöhungen können zu einer so genannten hypertensiven Krise führen. Folgende Symptome können dabei auftreten:     Kopfschmerzen     Übelkeit     Erbrechen     Taubheitsgefühl oder Ausfall der Durchblutung in Händen und Füßen     Nasenbluten     Schwerer Atemnot     Herzenge (Angina pectoris) Eine hypertensive Krise ist ein Notfall. Zögern Sie daher nicht, einen Arzt zu verständigen.   Wie wird Bluthochdruck diagnostiziert? Die wichtigste Untersuchung ist die Blutdruckmessung. Die einmalige Messung sagt aber noch nichts über einen behandlungsbedürftigen Bluthochdruck aus. Momentane Nervosität aufgrund der Untersuchung kann beispielsweise den Blutdruck vorübergehend erhöhen (Weißkittelsyndrom). Um zuverlässige Ergebnisse zu erreichen, werden daher wiederholte Messungen oder Langzeitmessungen (über 24 Stunden) empfohlen. Weitere Diagnostik wie Blut- und Urinproben oder Ultraschall der Nieren dient der Abgrenzung des primären zum sekundären Bluthochdruck. Zusätzlich werden Untersuchungen durchgeführt, um Folgeerkrankungen der Hypertonie wie die Arteriosklerose zu erkennen. Dazu zählen Untersuchung von Augenhintergrund, Herzen und Nieren. Leider wird der Bluthochdruck häufig erst erkannt, wenn er bereits die Blutgefäße geschädigt hat (Arteriosklerose). Betroffen sind vor allem die Gefäße von Herz, Gehirn, Nieren und Augen. Auf Dauer erleidet auch der Herzmuskel Schäden, die Folge ist eine Herzschwäche. Wie wird Bluthochdruck behandelt? Zunächst wird versucht mit Allgemeinmaßnahmen wie regelmäßiger körperlicher Belastung, Gewichtsreduktion und Einschränkung des Salzkonsums unter vier bis sechs Gramm pro Tag den Blutdruck zu senken. Bei sekundärer Hypertonie wird die Grunderkrankung behandelt. Eine Einengung der Nierenarterien (Nierenarterienstenose) lässt sich beispielsweise operieren. Harntreibende Medikamente (Diuretika) befreien den Körper von überschüssigen Salzen und zu viel Flüssigkeit. Dadurch wird das Blutvolumen verringert, der Gefäßwiderstand fällt. Diuretika werden in Thiazide, Schleifen-Diuretika und kaliumsparende Diuretika unterteilt, jedes wirkt auf einen anderen Teil der Niere. Manchmal verschreibt der Arzt Kombinationspräparate. Da die Medikamente dem Körper Mineralstoffe entziehen, wird oft Kalium zugesetzt. Alternativ können Kaliumtabletten eingenommen werden. Betablocker hemmen die Wirkung von Stresshormonen. Das Herz wird entlastet und schlägt etwas langsamer. Alphablocker hemmen bestimmte Rezeptoren in den Gefäßwänden. Dadurch entspannen sich die Gefäße, und der Blutdruck fällt. Kalziumblocker senken die Spannung in den Gefäßwänden. Dadurch fällt der Blutdruck, das Herz muss weniger angestrengt arbeiten. Außerdem wirken sie leicht entspannend auf Herzmuskelzellen und senken so den Sauerstoffbedarf des Herzens. Meist beginnt die Behandlung nur mit einer Substanzklasse. Lässt sich der Blutdruck damit nicht erfolgreich senken, werden mehrere Medikamente kombiniert. Was können Sie selbst tun? Sie können selbst viel dazu beitragen, um hohen Blutdruck besser in den Griff zu bekommen. Kontrollieren Sie Ihren Blutdruck regelmäßig, wenn Sie zu einer der oben genannten Risikogruppen gehören. Es gibt eine Reihe automatischer Blutdruckmessgeräte, die Sie auch selbst zu Hause bedienen können. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten.     Schränken Sie den Salzkonsum ein     Achten Sie auf Ihr Gewicht. Sie sollten sich abwechslungsreich und fettarm ernähren     Machen Sie regelmäßig Sport     Schränken Sie den Genuss von Alkohol ein     Vermeiden Sie starke Anspannung. Entspannungstechniken können helfen, mit Stress-Situationen besser umzugehen. Falls medizinische Behandlung erforderlich ist, muss diese meist lebenslang eingehalten werden. Setzen sie die Behandlung deshalb auf keinen Fall ohne ärztliche Rücksprache ab. Eine Normalisierung des Blutdrucks ist Folge der Behandlung und kein Zeichen, dass diese überflüssig ist! Trügerischerweise fühlen sich Patienten mit hohem Blutdruck oft eher wohl, lebendiger als nach einer Absenkung in einen normalen Bereich. Trotzdem ist die Senkung des Bluthochdrucks notwendig, um Folgeerkrankung vorzubeugen. Welche Komplikationen können auftreten und wie ist die Prognose? Am häufigsten führt chronischer Bluthochdruck zu einer Arterienverkalkung. Diese ist mit steigendem Alter ein natürlicher Prozess, der durch Bluthochdruck jedoch beschleunigt wird. Mögliche Folgen der Arterienverkalkung sind:     Schlaganfall     Herzinfarkt     Herzinsuffizienz     Niereninsuffizienz     Erblindung Wird erhöhter Blutdruck nicht behandelt, steigt das Risiko für Folgeschäden. Durch eine Normalisierung des Blutdrucks können diese jedoch vermieden werden. Deutlich kleineres Risiko für schwangerschaftsbedingten Bluthochdruck Gesund für schwangere Frauen - und somit auch für ihre werdenden Kinder - ist Bewegung in jeder Form: mäßiger bis intensiver Sport in der Freizeit, aber auch Treppensteigen und zu Fuß gehen im Alltag. All dies verringert deutlich das Risiko für schwangerschaftsbedingten Bluthochdruck (Präeklampsie). Diese Krankheit ist heute eine der häufigsten Ursachen für den Tod von schwangeren Frauen. Eine Studie hat zweihundert Schwangere, die an hohem Blutdruck leiden, mit fast doppelt so vielen gesunden Schwangeren verglichen. Beide Gruppen sind über ihre sportliche Tätigkeit befragt worden. Die Auswertung der Antworten zeigt, dass Schwangere keineswegs Angst vor Sport haben müssen. Im Gegenteil: Intensiver Sport senkt das Risiko für Bluthochdruck um mehr als die Hälfte, leichte bis mäßige Bewegung immerhin noch um ein Viertel. Besonders gesund ist auch Treppensteigen: Schwangere, die keinen Sport treiben, aber täglich vier oder mehr Stockwerke zu Fuß bewältigen, senken ihr Risiko ebenso stark wie die mäßigen Sportlerinnen.
Danke das Sie die Seite www.laufpirat.de besucht haben
Menü Menü
Sport und Bluthochdruck Bluthochdruck ist eine weit verbreitete Krankheit, deren Ursachen man in 95% der Fälle nicht kennt. Wer an erhöhtem Blutdruck (Hypertonie) leidet, muss möglicherweise seine Lebens- und Ernährungsgewohnheiten entsprechend anpassen, sei es im Sinne eines Abbaus von Übergewicht, der Vermeidung von Alkohol oder ähnlichem. Sport und Bewegung haben in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung für Hypertoniker. Dabei ist es keineswegs so, dass körperliche Aktivität vermieden werden muss. Im Gegenteil, moderater Ausdauersport kann ein wirksames Mittel sein, den hohen Druck in den Gefäßen zu senken. Das Herz- Kreislaufsystem hat unter anderem die Aufgabe, den gesamten Organismus, d.h. sowohl die inneren Organe, als auch Haut und Muskeln mit Sauerstoff zu versorgen. Ist der Sauerstoffbedarf zum Beispiel bei körperlicher Aktivität erhöht, wird auch eine stärkere Durchblutung erforderlich. Um das Blut im Körper zu verteilen, ist ein bestimmter Druck erforderlich, der vom Herzen und den Blutgefäßen, die vom Herzen weggehen (Arterien), aufgebaut wird. Der Druck, der in den Arterien messbar ist, nennt man arteriellen Blutdruck und wird in der Einheit mmHg angegeben. Je nach Arbeitsphase des Herzens gibt es unterschiedliche Drücke in den Gefäßen. Unmittelbar nachdem das Herz Blut ausgeworfen hat, ist der Druck am höchsten (systolischer oder oberer Wert). Danach füllt sich das Herz wieder. Kurz bevor es wieder schlägt, also am Ende der Füllungsphase, ist der Druck am niedrigsten (diastolischer oder unterer Wert). In der Arterie am Oberarm werden bei gesunden jungen Menschen in Ruhe jeweils ca. 120 mmHg systolisch und 80 mmHg diastolisch gemessen. Man unterscheidet den Bluthochdruck in 3 Stadien: Stadium 1: 140 - 159 mmHg systolisch oder 90 - 99 mmHg diastolisch Stadium 2: 160 - 179 mmHg systolisch oder 100 - 109 mmHg diastolisch Stadium 3: 180 mmHg systolisch und höher oder 110 mmHg diastolisch und höher Ab regelmäßig gemessenen Blutdruckwerten von 135/85 mmHg in Ruhe spricht man von Bluthochdruck. Dieser Wert ist allerdings nur als Richtlinie zu verstehen. Während man noch bis vor kurzer Zeit davon ausging, dass mit zunehmendem Alter der Blutdruck steigt, sind die Idealwerte heute niedriger. Nach einer Studie von Hansson et al. 1998 ist der Grenzwert von 135/85 für alle Altersklassen gültig. Ein deutlich erhöhter Blutdruck muss in der Regel medikamentös behandelt werden, denn er stellt einen der Hauptrisikofaktoren für Schäden am Herzen und an den Gefäßen dar. Heute stehen mit ACE-Hemmern, Kalziumantagonisten, Betablockern, Diuretika, Angiotensin II-Antagonisten mehrere blutdrucksenkende Medikamente zur Verfügung, deren Wahl nach individuellen Gesichtspunkten erfolgt. In Deutschland werden vorwiegend Betablocker verschrieben, die zwar billiger sind als z.b. die ACE-Hemmer, aber dafür mehr Nebenwirkungen aufweisen und die körperliche Leistungsfähigkeit einschränken. Für einen sportlich aktiven Menschen sind sie daher ungünstig. Wer nur einen leichten Bluthochdruck hat oder gezielt vorbeugen will, kann durch seine Lebensweise sehr viel dazu beitragen, auf Medikamente verzichten zu können. Übergewicht, kochsalzhaltiges Essen, Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum sind Laster, die man sehr gut selbst in den Griff bekommen kann und in der Summe lassen sich dadurch messbare Erfolg erzielen. Ausdauersport - ein Medikament ohne Nebenwirkungen Eine besondere Bedeutung zur Vorbeugung und begleitenden Therapie von Hypertonie hat körperliche Aktivität im Rahmen von Sportarten, die vorwiegend das Herz-Kreislaufsystem beanspruchen. Wenn auch bei akuter Belastung der Blutdruck erst einmal ansteigt, lässt er sich durch regelmäßiges Ausdauertraining längerfristig um 5-8 mmHg senken. Dies wird bewirkt durch eine Verbesserung der Herzleistung sowie eine Weitung der Gefäße. Vor allem für Patienten mit einer sogenannten milden Hypertonie eignet sich Sport besonders. Damit ist Ausdauertraining als Therapie genau so wirksam wie eine medikamentöse Monotherapie, also die Gabe von nur einem Medikament. Darüber hinaus ist die Ansprechrate auf nur ein Blutdruckmedikament nur 50%, weswegen fast immer eine Zweier- oder Dreierkombination angezeigt ist. Betont sei an dieser Stelle , dass Blutdruckpatienten häufig nicht effizient behandelt werden. Jeder zweite Hypertoniker weiß nicht, dass er oder sie einen Bluthochdruck hat, ist unerkannt und damit auch unbehandelt. Von den anderen 50% wird nur die Hälfte behandelt und davon wiederum nur jeder zweite ausreichend. An dieser Stelle besteht Handlungsbedarf. Auch bei ausgeprägter Hypertonie ist Sport möglich, allerdings sollte der Blutdruck vorher von einem Arzt medikamentös eingestellt werden. Bei Blutdruckwerten, die über 250 mmHg syst. liegen, muss die Belastung abgebrochen werden. Vielerorts gibt es spezielle Hypertoniker- Sportgruppen, die von qualifizierten Sportlehrern und Sporttherapeuten geleitet werden. Dort werden Blutdruckwerte mehrmals während des Trainings kontrolliert. Während der systolische Blutdruck beim Sport ansteigt, sollte sich der untere Wert, der diastolische Druck, bei Belastung nicht erhöhen. Bei gut eingestelltem Blutdruck ist sogar Kraftsport erlaubt. Sport ist nicht gleich Sport Für Menschen mit Bluthochdruck hängt die Wahl einer geeigneten Sportart von der Art und Aufeinanderfolge der Krafteinsätze ab. Das heißt, das Training sollte möglichst dynamisch und mit gleichmäßiger, nicht zu hohen Intensität über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden. Eine Einteilung der Sportarten in Kategorien wie erlaubt und nicht erlaubt erscheint dabei wenig differenziert. Sicher sind Radfahren und Schwimmen aufgrund ihrer gleichmäßigen Dynamik, ihrer guten Dosierbarkeit und der verstärkten Beanspruchung des Herz-Kreislaufsystems besonders geeignet, jedoch sind sie auch wenig abwechslungsreich. Ballsportarten wie Fußball und Volleyball und Rückschlagspiele wie Badminton oder Tennis können so verändert werden, dass sie viele Laufwege enthalten und den Körper gleichmäßig belasten. Von Sportarten mit hohen oder explosiven Krafteinsätzen (Bodybuilding, Gewichtheben, Sprint- und Sprungdisziplinen, etc.) sollte abgesehen werden, denn durch Pressatmung werden hohe Blutdruckspitzen erreicht. Auch sollte der Sport nicht unter Wettkampfbedingungen durchgeführt werden. Puls und Blutdruck vor und während des Trainings kontrollieren Wer unter hohem Blutdruck leidet, sollte auf jeden Fall mit seinem Hausarzt sprechen und gemeinsam mit ihm ein geeignetes Bewegungsprogramm erarbeiten. Um gute Trainingseffekte zu erzielen, ist es sinnvoll, zwei bis drei mal pro Woche etwa 30 bis 60 Minuten zu trainieren. Es wird empfohlen, sowohl Blutdruck und Puls in Ruhe und unter Belastung zu kontrollieren. Der Trainingspuls sollte nicht zu hoch gewählt werden. Wer sich an die Faustformel Trainingspuls = 180 - Lebensalter hält, ist meistens auf der sicheren Seite. Dennoch bleibt hervorzuheben, dass solche Faustformeln nur Richtwerte darstellen und damit nicht immer individuell zutreffend sind. Wer Betablocker einnimmt, muss beachten, dass die Trainingsherzfrequenz etwas niedriger liegt. Dies kann 10 bis 15 Schläge ausmachen. Die Herzfrequenz kann mit handelsüblichen Pulsmessern online überwacht werden. Ein Blick auf die Uhr verrät dann sofort, ob man noch etwas zulegen kann oder lieber die Belastung ein bisschen zurückfährt. Die Messung des Blutdrucks ist etwas aufwändiger. Das sogenannte auskultatorische Messen nach Riva-Rocci mit Manschette und Stethoskop liefert zwar relativ zuverlässige Werte, ist aber während des Trainings etwas umständlich. Besonders praktisch sind Messgeräte, die den Blutdruck am Handgelenk messen. Ein Nachteil ist, dass bei einigen Menschen generell am Handgelenk andere Werte gemessen werden, als am Oberarm. Dies sollte vorher beim Arzt geprüft werden. Stimmen die Werte überein, ist die Messung am Handgelenk sehr einfach und immer und überall durchführbar. So kann gewährleistet werden, dass man mit Blick auf den Blutdruck immer im grünen Bereich trainiert. Unabhängig von der Messmethode ist es wichtig ist, dass der Messpunkt immer auf der gleichen Höhe wie das Herz liegt. Beim Messen von Ruhewerten sollte man sich vorher zwei bis drei Minuten ruhig hinsetzen und erst dann mit der Messung beginnen. Wer seinen Blutdruck regelmäßig unter Ruhe- und Belastungsbedingungen misst und in einem Blutdruckpass protokolliert, kann Änderungen sofort feststellen und seinem Arzt mitteilen. Wie stark senkt Sport den Blutdruck? Nach vier Wochen anaerober Belastung durch Gehen, Laufen oder Rad fahren sinkt der systolische Blutdruck etwa 5 mmHg und der diastolische 3 mmHg. Das ergaben 29 randomisierte Studien mit 1.533 Bluthochdruckpatienten im Alter zwischen 18 und 79 Jahren. Es gibt aber bislang keine Studie, die belegt, dass durch Sport die Komplikationsrate gesenkt wird. Bluthochdruck vorbeugen Allgemeines: Ein erhöhter Blutdruck (arterielle Hypertonie) bringt ein deutliches Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit sich. Wer erhöhtem Blutdruck (über 140/90 mm Hg) vorbeugt, vermindert damit gleichzeitig das Risiko von Folgeerkrankungen wie Arteriosklerose, Herzinsuffizienz, Herzinfarkt oder Nierenversagen. Der Auslöser von Bluthochruck ist nicht eindeutig zu klären. Es ist jedoch eine Reihe von Faktoren bekannt, die den Ausbruch der Krankheit begünstigen, zum Beispiel zu viel Kochsalz in der Nahrung und Übergewicht. Positiv wirkt sich hingegen Bewegung aus. Regelmäßiges Ausdauertraining sorgt dafür, dass die Blutschlagadern (Arterien) elastisch bleiben und genug Blut hindurchfließen kann, ohne dass dabei Schäden an den Gefäßwänden entstehen. Natürlich steigt der Blutdruck beim Sport an - allerdings nur während der Trainingsdauer. Auf lange Sicht führt regelmäßiger moderater Ausdauersport allerdings zu einer generellen Blutdrucksenkung - bei Belastung und im Ruhezustand. Das schont das Herz, weil es gegen weniger Widerstand anpumpen muss. Je besser man trainiert ist, desto schneller erreicht man wieder den Ruhepuls. Dadurch tritt eher eine Erholung ein - für Herz und Seele. Bei Ausdauersportarten wie Walking, Nordic Walking und Radfahren ist die Belastung gut kontrollierbar und sie kurbeln den Kreislauf gleichmäßig an. Kampf-, Kraft- und alle anderen Sportarten, die den Blutdruck durch Belastungsspitzen plötzlich hochschnellen lassen, sind weniger empfehlenswert. Um Bluthochdruck vorzubeugen, ist Sport gut. Aber auch hier gibt es Grenzen. Lieber mehrmals die Woche kürzere Trainingseinheiten - 30 bis 40 Minuten leichtes Training am Stück reichen völlig aus. Absolvieren Sie pro Woche mindestens drei dieser Kurzeinheiten. Überfordern Sie dabei sich und Ihren Körper nicht. Die richtige Belastungs-Dosis finde jeder mit dem Belastungspulsrechner heraus. Merken Sie sich Ihren persönlichen Richtwert. Es ist ratsam, während des Trainings mehrmals den Puls zu kontrollieren, um Überanstrengungen zu vermeiden. Je schneller man nach dem Sport wieder den Ruhepuls (um die 60 Schläge in der Minute) erreicht hat, desto besser ist der Trainings- und Gesundheitszustand. Anzeichen Ob Sie erhöhten Blutdruck haben, zeigen regelmäßige Messungen. Wenn der Blutdruck dauerhaft über dem Grenzwert von 140/90 mm Hg liegt, dann ist für die Mediziner die Schwelle zum Bluthochdruck erreicht. Optimal für die Gesundheit sind ein systolischer Wert von 120 und ein diastolischer Wert von 80. Normal ist der Wert von 130/80 mm Hg. Bluthochdruck ist eine stille Gefahr: Über Jahre hinweg löst er bei vielen Betroffenen keine wahrnehmbaren Beschwerden aus und wird (zu) spät erkannt. Viele bemerken erst im fortgeschrittenen Stadium Beeinträchtigungen durch:     Kopfschmerzen     Schwindel     Nasenbluten     Ohrensausen Erhöhtes Risiko Mit zunehmendem Alter steigt der Blutdruck normalerweise an. Zusätzliche Risikofaktoren sind:     Störung des Fettstoffwechsels     Übergewicht     Rauchen     zu salzreiches Essen     Bewegungsmangel Bluthochdruck ist eine Volkskrankheit. Im Altersbereich von 25 bis 74 Jahren haben weniger als 40 Prozent der Männer und 60 Prozent der Frauen Blutdruckwerten im normalen Bereich (< 130/85 mm Hg). Ab dem 50. Lebensjahr hat fast jeder Zweite in der Bevölkerung zu hohe Blutdruckwerte. Bluthochdruck ist ein wichtiger Risikofaktor für Gefäßerkrankungen, Nierenschwäche und Herzschwäche. Bluthochdruck kann jeden treffen, es gibt allerdings einige Risikofaktoren, welche die Entstehung begünstigen:     Familiäre Neigung zu erhöhtem Blutdruck     Übergewicht     Bewegungsmangel     Stress     hoher Salzkonsum Überdurchschnittlich oft tritt die primäre Hypertonie in Zusammenhang mit anderen Erkrankungen wie Übergewicht, Typ 2-Diabetes, hohen Blutfettwerten und Gicht auf. Ärzte sprechen dann vom Metabolischen Syndrom. Die sekundäre Hypertonie ist die Folge einer anderen Erkrankung. Dazu zählen am häufigsten Erkrankungen der Nieren (Verengungen an den Nierenarterien oder chronische Nierenleiden) oder Veränderungen im Hormonhaushalt. Was sind die Symptome von Bluthochdruck? Bluthochdruck verursacht normalerweise kaum Beschwerden. Schwindelgefühle, Kopfschmerz oder Nervosität können jedoch erste Anzeichen sein. Plötzlich auftretende sehr starke Blutdruckerhöhungen können zu einer so genannten hypertensiven Krise führen. Folgende Symptome können dabei auftreten:     Kopfschmerzen     Übelkeit     Erbrechen     Taubheitsgefühl oder Ausfall der Durchblutung in Händen und Füßen     Nasenbluten     Schwerer Atemnot     Herzenge (Angina pectoris) Eine hypertensive Krise ist ein Notfall. Zögern Sie daher nicht, einen Arzt zu verständigen.   Wie wird Bluthochdruck diagnostiziert? Die wichtigste Untersuchung ist die Blutdruckmessung. Die einmalige Messung sagt aber noch nichts über einen behandlungsbedürftigen Bluthochdruck aus. Momentane Nervosität aufgrund der Untersuchung kann beispielsweise den Blutdruck vorübergehend erhöhen (Weißkittelsyndrom). Um zuverlässige Ergebnisse zu erreichen, werden daher wiederholte Messungen oder Langzeitmessungen (über 24 Stunden) empfohlen. Weitere Diagnostik wie Blut- und Urinproben oder Ultraschall der Nieren dient der Abgrenzung des primären zum sekundären Bluthochdruck. Zusätzlich werden Untersuchungen durchgeführt, um Folgeerkrankungen der Hypertonie wie die Arteriosklerose zu erkennen. Dazu zählen Untersuchung von Augenhintergrund, Herzen und Nieren. Leider wird der Bluthochdruck häufig erst erkannt, wenn er bereits die Blutgefäße geschädigt hat (Arteriosklerose). Betroffen sind vor allem die Gefäße von Herz, Gehirn, Nieren und Augen. Auf Dauer erleidet auch der Herzmuskel Schäden, die Folge ist eine Herzschwäche. Wie wird Bluthochdruck behandelt? Zunächst wird versucht mit Allgemeinmaßnahmen wie regelmäßiger körperlicher Belastung, Gewichtsreduktion und Einschränkung des Salzkonsums unter vier bis sechs Gramm pro Tag den Blutdruck zu senken. Bei sekundärer Hypertonie wird die Grunderkrankung behandelt. Eine Einengung der Nierenarterien (Nierenarterienstenose) lässt sich beispielsweise operieren. Harntreibende Medikamente (Diuretika) befreien den Körper von überschüssigen Salzen und zu viel Flüssigkeit. Dadurch wird das Blutvolumen verringert, der Gefäßwiderstand fällt. Diuretika werden in Thiazide, Schleifen-Diuretika und kaliumsparende Diuretika unterteilt, jedes wirkt auf einen anderen Teil der Niere. Manchmal verschreibt der Arzt Kombinationspräparate. Da die Medikamente dem Körper Mineralstoffe entziehen, wird oft Kalium zugesetzt. Alternativ können Kaliumtabletten eingenommen werden. Betablocker hemmen die Wirkung von Stresshormonen. Das Herz wird entlastet und schlägt etwas langsamer. Alphablocker hemmen bestimmte Rezeptoren in den Gefäßwänden. Dadurch entspannen sich die Gefäße, und der Blutdruck fällt. Kalziumblocker senken die Spannung in den Gefäßwänden. Dadurch fällt der Blutdruck, das Herz muss weniger angestrengt arbeiten. Außerdem wirken sie leicht entspannend auf Herzmuskelzellen und senken so den Sauerstoffbedarf des Herzens. Meist beginnt die Behandlung nur mit einer Substanzklasse. Lässt sich der Blutdruck damit nicht erfolgreich senken, werden mehrere Medikamente kombiniert. Was können Sie selbst tun? Sie können selbst viel dazu beitragen, um hohen Blutdruck besser in den Griff zu bekommen. Kontrollieren Sie Ihren Blutdruck regelmäßig, wenn Sie zu einer der oben genannten Risikogruppen gehören. Es gibt eine Reihe automatischer Blutdruckmessgeräte, die Sie auch selbst zu Hause bedienen können. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten.     Schränken Sie den Salzkonsum ein     Achten Sie auf Ihr Gewicht. Sie sollten sich abwechslungsreich und fettarm ernähren     Machen Sie regelmäßig Sport     Schränken Sie den Genuss von Alkohol ein     Vermeiden Sie starke Anspannung. Entspannungstechniken können helfen, mit Stress-Situationen besser umzugehen. Falls medizinische Behandlung erforderlich ist, muss diese meist lebenslang eingehalten werden. Setzen sie die Behandlung deshalb auf keinen Fall ohne ärztliche Rücksprache ab. Eine Normalisierung des Blutdrucks ist Folge der Behandlung und kein Zeichen, dass diese überflüssig ist! Trügerischerweise fühlen sich Patienten mit hohem Blutdruck oft eher wohl, lebendiger als nach einer Absenkung in einen normalen Bereich. Trotzdem ist die Senkung des Bluthochdrucks notwendig, um Folgeerkrankung vorzubeugen. Welche Komplikationen können auftreten und wie ist die Prognose? Am häufigsten führt chronischer Bluthochdruck zu einer Arterienverkalkung. Diese ist mit steigendem Alter ein natürlicher Prozess, der durch Bluthochdruck jedoch beschleunigt wird. Mögliche Folgen der Arterienverkalkung sind:     Schlaganfall     Herzinfarkt     Herzinsuffizienz     Niereninsuffizienz     Erblindung Wird erhöhter Blutdruck nicht behandelt, steigt das Risiko für Folgeschäden. Durch eine Normalisierung des Blutdrucks können diese jedoch vermieden werden. Deutlich kleineres Risiko für schwangerschaftsbedingten Bluthochdruck Gesund für schwangere Frauen - und somit auch für ihre werdenden Kinder - ist Bewegung in jeder Form: mäßiger bis intensiver Sport in der Freizeit, aber auch Treppensteigen und zu Fuß gehen im Alltag. All dies verringert deutlich das Risiko für schwangerschaftsbedingten Bluthochdruck (Präeklampsie). Diese Krankheit ist heute eine der häufigsten Ursachen für den Tod von schwangeren Frauen. Eine Studie hat zweihundert Schwangere, die an hohem Blutdruck leiden, mit fast doppelt so vielen gesunden Schwangeren verglichen. Beide Gruppen sind über ihre sportliche Tätigkeit befragt worden. Die Auswertung der Antworten zeigt, dass Schwangere keineswegs Angst vor Sport haben müssen. Im Gegenteil: Intensiver Sport senkt das Risiko für Bluthochdruck um mehr als die Hälfte, leichte bis mäßige Bewegung immerhin noch um ein Viertel. Besonders gesund ist auch Treppensteigen: Schwangere, die keinen Sport treiben, aber täglich vier oder mehr Stockwerke zu Fuß bewältigen, senken ihr Risiko ebenso stark wie die mäßigen Sportlerinnen.
Danke das Sie die Seite www.laufpirat.de besucht haben